top of page
  • Ina Fiethen

"Die Päpstin"-Star Misha Kovar: "Ich wollte immer singen"


Misha Kovar im Musical "Die Päpstin"
Foto Michael Böhmländer/Festspielhaus Neuschwanstein

Im Festspielhaus Neuschwanstein wird Misha Kovar immer wieder in großen Rollen besetzt. So mimte sie in diesem Jahr die Kaiserin Elisabeth im Musical-Epos „Ludwig²“ und kehrt schon am Samstag (25.11.) in die Rolle der Päpstin im gleichnamigen Musical zurück (Tickets gibt es direkt hier). www.musicalpuls. sprach exklusiv mit der Künstlerin über die sehr persönliche Verbindung zu dem Charakter.

Musicalpuls.com: Misha, Du mimst ja die Kaiserin Elisabeth in 'Ludwig²'. Was reizt Dich denn an der Rolle überhaupt?


Misha Kovar: "Nicht nur die wunderschöne Musik, sondern auch ihr Leben. Wenn man so eine historische Figur darstellt, wie Elisabeth, die es wirklich gegeben hat, dann versucht man natürlich sich überall einzulesen, alles zu gucken, alles zu recherchieren, was es von ihr an Informationen gibt. Und welche Sichtweisen es gibt. Man versucht sich so seine eigene Sichtweise zu bilden und natürlich diesen Menschen extrem ehrlich so darzustellen, wie er hoffentlich gewesen ist. Das Leben der Sisi war sehr spannend. Sie hat selber Gedichte geschrieben und sie wollte glaube ich ein Imperium aufbauen, in dem Menschen besser miteinander umgehen - nicht nur die Schönheit der Worte, der Musik... sondern auch ein schöneres Miteinander aufbauen und das finde ich sehr, sehr ansprechend."


Musicalpuls.com: Was verbindet Dich denn mit Ihr? Was glaubst Du?


Misha Kovar: "Genau das. Du weißt ja ich bin in beiden Genren zu Hause - im Schlager und im Musical. Und genau das ist auch meine Aussage, 'ja' zu einem schöneren Miteinander. Man sollte einander respektieren und mal darüber nachdenken, ob man jetzt wirklich wütend wird oder nicht.. und ob ich nicht vielleicht anders reagieren kann."

Musicalpuls.com: In wenigen Tagen schlüpfst Du ja in die nächste große Rolle – du mimst die Päpstin im titelgebenden Musical. Deine absolute Lieblingsrolle habe ich gelesen?


Misha Kovar: "Da gibt es den Song 'Das bin ich' und mehr brauche ich eigentlich dazu nicht sagen. Also die Rolle, dass bin ich. Ich fühle mich mit ihr verbunden… so wie sie aufgewachsen ist, so ähnlich bin ich auch aufgewachsen. Es ist bei ihr ein bisschen brutaler als bei mir. Ich wollte immer singen und alle waren dagegen. Bei Ihr war es der Durst nach dem Wissen und jeder war dagegen. Und auch ich wusste lange nicht, wo ich hingehöre, weil ich nirgends hingehört habe. Und sie sucht auch in ihrem Leben einen Platz. Bei ihr ist es natürlich noch extremer, weil sie sich dann als Mann verkleiden muss und überhaupt als, das Leben zu dürfen, was ihre Berufung bedeutet. Sie kommt dann an einen Moment, indem sie wirklich merkt, 'das ist mein Moment, da jetzt bin ich zuhause, dafür wurde ich in meinem Leben geschliffen, um da und da anzukommen und das und das tuen zu dürfen, um Gutes zu bewirken'. Auch für mich gab es diesen Moment, wo ich dann gespürt habe – nach langem Suchen – oder nach langem Wissen ich gehöre nirgends dazu, 'das ist mein Platz'. Ich gehöre auf die Bühne."

Musicalpuls.com: Welche Rolle würdest Du denn noch gerne mal spielen? 


Misha Kovar: "Das werde ich sehr, sehr oft gefragt - ob ich einen Wunsch habe oder eine Traumrolle, die ich noch nicht gespielt habe. Die habe ich tatsächlich nicht. Ich habe die schönsten Kleider getragen, die intensivsten Tränen vergossen. Ich wurde viele Male auf der Bühne umgebracht und für mich ist der Tod auf der Bühne eines der tollsten Dinge, das man nachstellen kann. Für mich ist das auch sehr eigenartig und auch die Leute finden das immer so eigenartig, aber zu sterben auf der Bühne ist tatsächlich extrem schön - wegen den Emotionen, die dann im Publikum entstehen. Ich habe wirklich kein Verlangen nach irgendeiner besonderen Rolle. Ich freue mich einfach in jedem Moment, das tun zu dürfen, was ich mir immer gewünscht habe."


Musicalpuls.com: Was war denn bisher Deine größte Herausforderung?


Misha Kovar: "Gesanglich würde ich 'We will Rock You' sagen, weil das war wirklich eine dreieinhalbstündige Show - mit Rock pur. Das ist energetisch und wirklich sehr, sehr anstrengend. Ich hatte auch körperliche Anstrengungen. Wir haben ja die deutschsprachige Erstaufführung gemacht und da waren ganz viele Schuhe bestellt und ich durfte mir meine Schuhe aussuchen. Und ich habe natürlich die extremsten Boots genommen... die hatten tatsächlich so eine 10 cm dicke Gummisohle und waren tatsächlich jeweils zweieinhalb Kilo schwer. Ich musste aber während der Show viel springen..."


Tipp: Auch 2024 ist Misha Kovar natürlich im Festspielhaus Neuschwanstein zu erleben - auch als Schlagerstar... bei der "Schlagernacht im Allgäu" am 03.10.24. Tickets dafür gibt es direkt hier.




Comments


bottom of page