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  • AutorenbildKevin Drewes

Steffi Irmen liefert in "Die Amme" eine urkomische One-Woman-Show

Foto Kevin Drewes / Musicalpuls

Das gab es auf den deutschen Theater- und Musicalbühnen noch nie. Eine einzige Darstellerin schafft es, einen ganz Saal abendfüllend zu unterhalten! Steffi Irmen, die mit „Die Amme“ ihr eigenes Spin-Off erhielt, liefert in dem Stück im Theater des Westens in Berlin sowohl schauspielerisch als auch gesanglich ab – eine One-Woman-Show der Extraklasse! Warum ihre Darbietung genial ist und was die Zuschauer erwartet…

 


Auch in der neuen Musicalproduktion „Romeo & Julia – Liebe ist alles“, die bis Januar 2024 im Theater des Westens aufgeführt wurde, ist das Ende vom historischen Liebespaar genau dasselbe wie in allen anderen Erzählungen auch – sie sterben. Doch was passierte eigentlich danach? Und wie kam es überhaupt zur Fehde zwischen den Capulets und den Montagues? Genau das erzählt Steffi Irmen auf urkomische Weise im Spin-Off „Die Amme, in der sie in ihre Rolle als Amme zurückkehrt. Die musikalische Selbstfindungsreise ist dabei gespickt mit Songs von Sarah Connor, Rosenstolz und Schlagerklassikern!

 

"Die Amme" setzt Geschehnisse von "Romeo & Julia" fort

So nimmt Steffi Irmen die Zuschauer gleich am Anfang ein bisschen mit nach Italien, ehe sie genial mit viel Tragik den Rosenstolz-Hit „Ich bin ich (wir sind wir)“ singt. Nach den Geschehnissen in „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ versteckt sich die Amme, da ihr doch glatt die Schuld für das tragische Ende von Romeo & Julia gegeben wird.. wobei sie es gern dem Pater in die Schuhe schieben würde (der diesen Charakter darstellende Anthony Curtis Kirby saß bei unserem Besuch im Publikum und reagierte darauf humorvoll mit Buh-Rufen!). In dem Restaurant, wo sich die Amme aufhält, trifft sie dabei auf Autor William Shakespare, dem sie die ganze Geschichte von vorne, natürlich aus ihrer Sicht, aufrollt…

 

"Die Amme" bringt erstmals Sarah Connors Hit "Vincent" in ein Musical

So setzt sie erst einmal weit vor den Geschehnissen von „Romeo & Julia“ an und offenbart, dass Lord Vincente Capulet, der Vater von Julia eigentlich schwul ist. So trällert sie kurzerhand „Vincente kriegt kein' hoch, wenn er an Mädchen denkt..“ – ja, der Megahit von Sarah Connor wurde von Peter Plate und Ulf Leo Sommer, die übrigens eben diesen Hit auch schrieben, genial umgetextet!


Wie es dann doch zur Geburt von Julia kam, wird von Steffi Irmen urkomisch vorgespielt – dafür braucht sie nur zwei Stühle, ein Laken und ihr sensationelles Schauspiel! Musikalisch wird dies untermalt vom „Romeo & Julia“-Hit „Hormone“ und „Hallo Julia“ – ja, man hat sogar die Hymne „Halleluja“ umgetextet! Die Zuschauer kamen vor allem bei diesen Szenen aus dem Lachen nicht mehr heraus!

 

Auch "Ku'damm"-Fans kommen auf ihre Kosten

Die sowohl schauspielerisch als auch gesanglich überragende Steffi Irmen schafft es wirklich, das Publikum rund anderhalb Stunden nicht nur zu unterhalten, sondern diesen einen Lachkrampf nach dem anderen zu bescheren… und das ganz alleine, denn es gibt außer ihr keine weiteren Darsteller, die Charaktere sind imaginär. Dazu bindet Steffi Irmen auch immer wieder die Zuschauer ein, die sich sich immer wieder beim Mitsingen ertappen. Kurz vor der Pause gibt es dabei noch mit „Alles wird gut“ Fanservice für die „Ku’damm“-Fans und den Udo Jürgens Klassiker „Ich weiß, was ich will“.


"Die Amme": Urkomische Erzählung von "Romeo & Julia"

In der zweiten Hälfte erzählt Steffi Irmen dann die Geschehnisse aus dem „Romeo & Julia“-Musical… auf ihre ganz eigene Weise… herrlich unterhaltsam und mit vielen kleinen, irre lustigen Anmerkungen! So war sie nicht ganz unschuldig daran, dass Romeo überhaupt zu Julia über die Mauer kam… wie, wollen wir nicht spoilern, aber die Erklärung ist unglaublich gut! Dabei haben Peter Plate und Ulf Leo Sommer beim Skript sehr darauf geachtet, nicht zu viel aus dem Stück vorwegzunehmen… der Spagat, sowohl Zuschauer die „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ gesehen haben und denen, die es noch nicht kennen, mitzunehmen, ist mehr als gelungen!

 

Auch wichtige Botschaften dürfen nicht fehlen

Stark ist auch, dass wichtige Botschaften eingestreut wurden… so stellt die Amme klar, dass man Gefühle nicht steuern kann – Gefühle sind Gefühle… ob ein Mann einen Mann liebt oder eine Frau eine Frau. Mit Steffi Irmens Interpretation von Sarah Connor’s wunderschöner Hymne „Wie schön du bist“ endet dann die großartige One-Woman-Show von Irmen, die sowohl die schauspielerische als auch gesangliche Höchstnote mehr als verdient hat!

 

TIPP: 2024 kehrt neben „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ auch ihr Spin-Off zurück… einmal die Woche wird „Die Amme“ dann während der neuen Spielzeit aufgeführt. Sobald es dazu mehr Informationen gibt, kommunizieren wir dies natürlich. Jetzt steht aber erst einmal „Ku’damm 59 – Das Musical“ an, in der Steffi Irmen ebenfalls zu sehen sein wird.



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