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  • AutorenbildKevin Drewes

"TINA - Das Tina Turner Musical" wird der Musikikone gerecht - SO großartig ist das Stück! 


Aisata Blackman in "TINA - Das Tina Turner Musical"
Foto Kevin Drewes

Im Mai 2023 verstarb Musiklegende Tina Turner, doch ihre Musik lebt weiter - in "TINA - Das Tina Turner Musical", das aktuell im Stage Apollo Theater in Stuttgart aufgeführt wird. Dabei hat sie selbst an dem Stück aktiv mitgewirkt und private Dinge offenbart. Die größte Ehre dabei: Die Eigenproduktion von Stage Entertainment ist weltweit die einzige Show, die von ihr persönlich abgesegnet wurde. Auch die Redaktion von www.musicalpuls.com schaute sich das Musical nun an. Wir verraten Euch, warum dieses Werk viel mehr als nur eine Tributeshow ist.



Bis Tina Turner den ganz großen Durchbruch schaffte und weltweit zum Megastar wurde, war es ein weiter Weg. Bereits als Kind erlebte sie häusliche Gewalt und Ablehnung, was gleich zu Beginn des Musicals schonungslos deutlich gezeigt wird. Auch später, als sie mit Ike Turner zusammenkommt, muss sie Gewalt erleben. Der drogenabhängige Ike, der sie immer wieder betrügt, bewusst kleinmacht und schlägt, wird dabei im Stück sehr eindrucksvoll von Yannick Dijck gespielt.

Dazu werden auch die Tiefpunkte ihrer Karriere mehr als deutlich aufgegriffen. Keine Frage, es ist keine Tributeshow, die ein Hit nach dem Hit anderen liefert. Stattdessen wird in authentischen Bühnenbildern, bei denen die Drehscheibe der große Dreh- und Angelpunkt ist, chronologisch die komplette Geschichte von Tina Turner erzählt, bei dem die Auftritte von der Musikikone in das Stück eingebunden werden - mit einer großartigen Band, die für ein Musical ungewöhnlich, nicht im Orchestergraben sitzt, sondern hinter der Videoleinwand. Dabei hat Hauptdarstellerin Aisata Blackman die sehr anspruchsvolle Aufgabe, zum einen dem Erbe von Tina Turner gerecht zu werden, als auch ihre sehr intensives Leben mit den vielen Höhen und Tiefen Show für Show auf der Bühne zu durchleben.



Doch all das meistert die großartige Künstlerin mit Bravour. Sie spielt die Rolle mit viel Ehrgeiz und riesigem Können. Auch gesanglich ist Aisata Blackman auf Top-Niveau - ihre starke Stimme kann sie in ihrer gesamten Bandbreite zeigen. Sie schafft es, die Zuschauer mitzureissen, mitleiden und auch mitfeiern zu lassen. Dank dem stark aufspielenden Roger Davies (Matt Posada) und vor allem privat dank Erwin Bach (zweiter Ehemann, mit dem sie bis zu ihrem Tod verheiratet war), der von Florian Sigmund großartig mit viel Herz gespielt wird, kann sie sich endlich von allen Altlasten endgültig befreien und den ganz großen Erfolg feiern.


Fotos Ina Fiethen


Im anschließenden Finale durchbrechen die Darsteller die vierte Wand und der Saal tobt. Wer die Geschichte von Tina Turner selbst live erleben und mitfiebern will, sollte dieses Musical gesehen haben - mehr wollen wir auch gar nicht verraten. Diese großartige Hommage an Tina Turner können wir wärmstens empfehlen!


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