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Musical “Zurück in die Zukunft” steckt voller Humor, großer Gefühle und spektakulärer Technik!

Mit Entertainer Elton als Gaststar!

© Kevin Drewes / Musicalpuls.com

Manchmal sind es die Musicals, bei denen man nach dem Schlussapplaus einfach mit einem breiten Grinsen aus dem Theater geht, die am meisten Spaß machen. „Zurück in die Zukunft – Das Musical“ im Stage Operettenhaus Hamburg ist genau so ein Musical.

Wir waren gestern Abend bei einer der besonderen Vorstellungen dabei, denn erneut stand Entertainer Elton als Schulleiter Gerald Strickland auf der Bühne. Und während Elton für einige zusätzliche Lacher sorgt, bleibt vor allem eines: Diese Show ist unglaublich unterhaltsam, witzig, temporeich und technisch ein echtes Spektakel. Die Deutschlandproduktion läuft seit März 2026 in Hamburg und erzählt die bekannte Geschichte von Marty McFly und Doc Brown mit neuen Songs, bekannten Filmhits und jeder Menge spektakulärer Bühnentechnik. Wir schauten jetzt mal vorbei und verraten Euch, von was das Stück lebt.


“Zurück in die Zukunft”: Jan Kersjes in der Rolle seines Lebens

Es gibt Rollen, die passen zu einem Darsteller. Und dann gibt es Rollen, bei denen man das Gefühl hat: Genau dafür wurde dieser Schauspieler geboren. Bei Jan Kersjes und Doc Brown ist es für uns ganz klar Letzteres.

Schon beim ersten Auftritt im Musical ist diese unglaubliche Energie da. Kersjes gibt den exzentrischen Wissenschaftler mit einer Spielfreude, einem komödiantischen Timing und einer Körpersprache, die einfach perfekt zu dieser Figur passen. Sein Doc Brown ist herrlich durchgeknallt, laut und völlig überdreht – aber gleichzeitig unglaublich herzlich.

Und vielleicht spürt man diese Verbindung auch deshalb so stark, weil Kersjes bereits vor der Premiere im Interview mit uns verriet, dass er schon als Kind immer Doc Brown nachgemacht hat. Für ihn ist diese Rolle also tatsächlich die Erfüllung eines großen Kindheitstraums. Wenn man ihn jetzt auf der Bühne erlebt, glaubt man das sofort.

Kersjes versucht dabei nicht, Christopher Lloyd einfach zu kopieren. Er macht sich die Figur zu eigen und bringt seinen eigenen Humor und seine eigene Persönlichkeit ein. Genau dadurch entsteht ein Doc Brown, der vertraut wirkt und trotzdem ganz Jan Kersjes ist. Für uns brilliert Jan Kersjes als Doc Brown in der Rolle seines Lebens.


Jan Kersjes und Raphael Groß sind das perfekte Team

Und dann ist da noch Raphael Groß. Als Marty McFly ist er der perfekte Gegenpart zu Kersjes’ Doc Brown. Groß bringt genau die richtige Mischung aus jugendlicher Energie, Charme, Witz und leichter Überforderung mit. Und vor allem stimmt die Chemie zwischen den beiden.

Das Zusammenspiel von Jan Kersjes und Raphael Groß ist ganz, ganz große Klasse. Die beiden spielen sich die Bälle mit einer Selbstverständlichkeit zu, die diese Freundschaft glaubwürdig macht. Man lacht mit ihnen, fiebert mit ihnen und glaubt ihnen jederzeit, dass Marty und Doc füreinander durchs Raum-Zeit-Kontinuum gehen würden. Das Duo ist eines der ganz großen Highlights dieser Produktion.

Terence van der Loo brilliert in völlig ungewohnter Rolle

Eine besondere Überraschung ist für uns Terence van der Loo als George McFly. Denn wer ihn als Titelhelden Tarzan aus dem Disney-Musical in Stuttgart erlebt hat, bekommt hier einen vollkommen anderen Terence van der Loo zu sehen. Von 2023 bis 2025 spielte er die Titelrolle in „Disneys Tarzan“ – eine körperlich starke, selbstbewusste und völlig andere Figur. Als George McFly ist davon zunächst kaum etwas zu spüren.

Van der Loo spielt den schüchternen, unsicheren George, der sich von Biff einschüchtern lässt, mit einer bemerkenswerten Feinheit. Seine Körpersprache verändert sich, seine Haltung, sein Auftreten – plötzlich steht da ein Mann auf der Bühne, der kaum etwas mit dem Tarzan gemeinsam zu haben scheint, den man noch vor Augen hat. Und genau darin liegt die große schauspielerische Leistung.

Terence van der Loo zeigt hier eindrucksvoll, wie vielseitig er ist. George ist keine reine Comedyfigur. Hinter dem Humor steckt ein Mensch, der lernen muss, für sich selbst einzustehen. Van der Loo verleiht dieser Entwicklung Herz und Tiefe und sorgt damit für einige der schönsten Momente des Abends.


“Zurück in die Zukunft” fährt mit dem DeLorean ganz groß auf

Und dann ist da noch der DeLorean. Die Technik dieser Produktion gehört zweifellos zu ihren größten Stärken. Projektionen, Licht, Sound, Bühnenbewegungen und Spezialeffekte greifen so präzise ineinander, dass immer wieder dieser große „Wow“-Moment entsteht. Der DeLorean ist dabei nicht bloß ein schönes Requisit, sondern ein zentraler Bestandteil der Zeitreise. Stage Entertainment bezeichnet ihn selbst als das Herzstück der technischen Umsetzung. Da treibt wirklich etwas im DeLorean. Und das muss man einfach gesehen haben. Die Show schafft es, aus der bekannten Filmvorlage ein großes Live-Erlebnis zu machen, ohne dabei ihren Charme zu verlieren.

Was uns an „Zurück in die Zukunft“ besonders gefällt, ist die Leichtigkeit. Es gibt jede Menge Situationskomik, rasante Szenen, Rock-‘n’-Roll, Nostalgie und natürlich die großen bekannten Songs. Dazu kommen neue Musicalnummern von Alan Silvestri und Glen Ballard sowie Klassiker aus dem Film wie „The Power of Love“, „Earth Angel“ und „Johnny B. Goode“.

Dabei funktioniert die Produktion nicht nur für eingefleischte Fans des Films. Natürlich macht es besonders viel Freude, wenn man die Vorlage kennt und die vielen kleinen Anspielungen entdeckt. Aber auch ohne dieses Vorwissen funktioniert die Geschichte hervorragend.  Es ist einfach ein super unterhaltsames und lustiges Musical.


Entertainer Elton als Schulleiter: Ein gelungener Running Gag

Und dann gibt es an diesem Abend noch Elton. Als bekennender „Zurück in die Zukunft“-Fan übernimmt er in ausgewählten Vorstellungen die Rolle des Schulleiters Gerald Strickland. Am 9., 10., 16. und 17. September 2026 steht er dafür erneut im Stage Operettenhaus auf der Bühne. Und Elton wird erstaunlich schnell zu einer Art Running Gag des Abends.

Immer wieder taucht Schulleiter Strickland auf, immer wieder sorgt seine Präsenz für ein Schmunzeln im Publikum. Natürlich ist es etwas Besonderes, Elton plötzlich mitten in der Musicalhandlung zu erleben. Gleichzeitig spielt er die Rolle mit einer angenehmen Selbstverständlichkeit und sichtbar viel Spaß. Gerade weil seine Auftritte immer wieder auftauchen, entwickelt sich daraus ein kleiner roter Faden durch den Abend.

 

„Zurück in die Zukunft“ ist in Hamburg vor allem eines: großartige Unterhaltung. Die Show verbindet eine zeitlose Geschichte mit starken Darstellern, viel Humor, mitreißender Musik und einer Bühnentechnik, die immer wieder für offene Münder sorgt. Unser Fazit: Fluxkompensator einschalten, einsteigen und einfach Spaß haben. Noch bis zum 14.02.27 ist das Musical in Hamburg zu sehen – unbedingt noch bis dahin dabei sein.



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Bild von Kevin Drewes

Kevin Drewes

Der bundesweit geschätzte Journalist Kevin Drewes hält Euch mit seinem Fachwissen und der riesigen Expertise täglich über die Geschehnisse in der Musicalwelt auf dem Laufenden.