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“Dracula”: Sascha Hödl spricht exklusiv über seine Theaterinszenierung & deutet spannende Perspektivwechsel an!

Spannend!

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© Pressefoto

Frei nach Bram Stoker, unter der Regie von Autor Sascha Hödl, erwacht Dracula zu einem packenden Bühnenerlebnis, so furchteinflößend und real, als wäre es nach einer wahren Begebenheit. Die Welturaufführung auf Deutschlandtour ab März 2027! Doch was erwartet die Theaterfans? Im exklusiven Interview mit musicalpuls.com verriet Sascha wahrlich Spannendes und machte mächtig Durst auf seine Inszenierung, die den Klassiker entstauben wird!



Musicalpuls.com: Sascha, du bringst Dracula auf die Theaterbühne. Ganz direkt gefragt, wieso Dracula?

Sascha Hödl: “Dracula ist einfach ein Name in der Kulturwelt, den wirklich jedem ein Begriff ist. Egal, wen ich frage, jeder Mensch hat schon mal in irgendeiner Weise von Dracula gehört oder etwas gesehen. Jeder hat sofort ein Bild oder ein Gefühl zu diesem Thema im Kopf. Und genau das finde ich interessant. Dracula wurde bislang in sämtlichen Adaptionen auf der Bühne aufgeführt – vorrangig in Musicals, Komödien oder beim Krimidinner. Es gibt nur eine einzige Theaterversion auf einer Burg in Österreich (Burg Lockenhaus), die für mich wirklich unschlagbar ist.

Und das sage ich nicht, weil ich dabei bin – das habe ich Jahre vorher, als ich noch vom Publikum aus zugesehen habe, auch schon gesagt. Dracula ist, wie es zum Name auch passt, ein unsterbliches Thema. Das merkt man jetzt auch, wie viele Produktionen dazu auftauchen. Und die ganze Welt rund um Dracula, England, Trannsylvsnien. Es ist einfach eine wunderschöne, nostalgische, für sich stehende unvergleichbare Zeit gewesen. Es war die Zeit mit dem letzen Atemzug, bevor die Moderne die Welt überrollte. Und diese Zeit auf die Bühne zu bringen finde ich, neben der Herausforderung, sehr interessant. Denn es gibt halt nicht die Möglichkeit, natürlich geschuldet durch die Zeit in der sie spielt, Monologe am Telefon zu verbringen, den Fernseher oder den Radio anzumachen, wenn der Autor gerade nicht mehr weiß, was man jetzt schreiben soll (lacht). Als Übergang für irgendwas hilft das immer, aber ich habe noch kein Stück gesehen, wo solche Handlungen wirklich die Handlung voran getrieben haben. Und da sind wir mein springenden Punkt. Ich wollte eine Geschichte erschaffen, die man kennt, aber etwas neu erzählt, vielleicht mit den einen oder anderen Perspektivwechsel. Denn damit erscheinen die bekannten Figuren im neuen Glanz, sie bekommen neue Standings in der Geschichte, was, glaube ich, ganz gut tut. Denn damit schafft man auch für eingefleischte Dracula-Fans vielleicht den ein oder anderen Überraschungsmoment.”

Musicalpuls.com: Wie kam dir die Idee?

Sascha Hödl: “Das hat eine sehr lange Vorgeschichte und ich versuche mich kurz zu halten. Es gab die Idee, Dracula wie auf Burg Lockenhaus auf einer Burg in Deutschland aufzuführen und damit ist man auf mich zugekommen. Mit der Idee bin ich ausgestiegen – da es diese Art von Dracula schon gibt und ich niemanden eine jahrelang durchdachte Idee klaue. Ich habe gesagt, wenn wir es machen, dann neu. So bin ich dann mit meinem Veranstalter von Genius Concerts zusammengekommen. Und die Zusammenarbeit ist wirklich toll! Wir sprechen dieselbe Sprache und wissen, was wir voneinander haben. Der Veranstalter ist der administrative Teil der Produktion hinter der Bühne und ich mach das Künstlerische auf der Bühne. Und mit diesem „Neuen“ habe ich auch bei meiner Recherche auch den ganzen Stoff auseinander genommen und neu zusammengefügt. Dabei sind neue Sichtweisen entstanden, die frischen Wind in die bekannte Story bringen.

Ich liebe es, wenn es einen ganz klaren und roten, durchgängigen Faden in einer Geschichte gibt – ohne 100 Nebenhandlungen. Und da sind mir ein paar Punkte aufgefallen, die ich neu bearbeitet habe. Dadurch liegt der Fokus ganz klar auf den jeweiligen Figuren und in ihrer Funktion. Und damit hat jede einzelne Figur einen ganz klaren Fokus und kann davon verlässlich profitiert. Die Geschichte ist jetzt so aufbereitet, dass wirklich jede Figur, die wir jetzt haben, eine absolute tragende Säule der Story ist. Jede Figur treibt die Geschichte Satz für Satz voran und sagt etwas, weil sie es sagt und nicht damit sie was sagt. Das ist ein verdammt großer Unterschied, der mir sehr wichtig ist.”



Musicalpuls.com: Und es geht ja sogar auf Tour. Darfst du schon verraten, in welcher Region?

Sascha Hödl: “Also zum jetzigen Zeitpunkt sind wir, vor allem der Veranstalter, in der Endphase der Tourplanung. Ich habe schon sehr vieles erfahren, wo wir spielen werden, möchte aber noch darauf warten, bis alles steht, dass ich dazu was sagen kann. Aber so wie es aussieht, werden wir hauptsächlich im Osten und im Westen spielen, mit Abstechern im Norden und im Süden. Aber endgültig kann und möchte ich auch noch nichts dazu sagen. Sobald es fix ist, werden wir es auf jeden Fall veröffentlichen.”

Musicalpuls.com: Was macht deine Inszenierung noch aus? Was darfst du schon verraten?

Sascha Hödl: “Wenn ich mir so manches ansehe, dann ist vieles sehr von Technik abhängig. Das mag ja alles sehr beeindruckend sein. Wenn man dann aber rausgeht und manches Review passieren lässt, sind es meist die technischen Effekte, die hängen bleiben. Ich greife bewusst auf die Technik meiner Cast zurück. Denn es sind die Schauspieler/innen auf der Bühne, die die Geschichte erzählen. Es sind ihre Gefühle und Emotionen, die uns packen und in die Welt entführen. Ich möchte damit ein bisschen BACK TO THE ROOTS – zum wahren Kern des Schauspielens auf der Bühne zurückkehren, dass durch die Jahre ein bisschen verloren ging. Und das bietet sich auch mit Dracula perfekt an. Natürlich werden wir von Technik unterstützt. Es wird viel Atmosphäre und Musiken geben, die den Flair unterstützen. Aber im Fokus und im ganz klaren Zentrum steht jeder einzelne Schauspieler und jede einzelne Schauspielerin in ihrem Dasein und mit ihrer Geschichte.

Wie ich oben schon erwähnt habe, habe ich den Fokus der Figuren etwas geändert ohne den Kern der Geschichte zu verändern. Dadurch werden in der laufenden Handlung nicht plötzlich Perspektiven gewechselt, sondern alles bleibt ganz klar im Fokus. Das ist und war die Herausforderung, um einem neuen Publikum eine tolle Geschichte zu erzählen, aber auch Dracula-Fans zu überraschen – und aber auch deren Ansprüche gerecht zu werden. Es wird ein bisschen anders. Aber ich denke, dass das der Geschichte in dieser Version gut tun wird. Denn es ist nun mal das Genre Horror und das werden wir spüren.”



Musicalpuls.com: Castest du die Darsteller selbst?

Sascha Hödl: “Ja, ich habe selbst gecastet, wurde dabei aber bei der Umsetzung unterstützt. Wir haben uns auf eine Art von Casting entschieden, um möglichst viele Menschen über einen etwas längeren Zeitraum die Möglichkeit zu geben, sich zu zeigen. Wir haben es ausschließlich auf Instagram und online gemacht, also ein E-Casting. Ich wollte kein fixes Datum an irgendeinem Standort, weil ich aus Erfahrung sagen kann, dass 50% der Bewerber/innen aus Kosten- Produktions- oder anderen Gründen nicht die Möglichkeit gehabt hätten, zum Casting zu kommen. Der Stoff und der Text ist jetzt auch nicht für jede Figur einfach. Darum wollte ich den Bewerber/innen die Möglichkeit geben, sich Zeit dafür zu nehmen, nicht von 100 fremden Menschen beobachtet zu werden und um sich zu 100% darauf einzulassen. Damit haben wir den Bewerber/innen auch einiges an Zeit- und Kostenaufwand erspart. Denn wie man es aus der Branche kennt, ist es größtenteils verlorenes Geld, dass einem nicht zurückgegeben wird. Natürlich haben es nicht alle in die Cast geschafft. Aber alle Figuren sind besetzt – und ich bin überglücklich und stolz auf jede einzelne Position, die zugesagt hat und mir damit auch ein gewisses Vertrauen schenkt.

Ich werde mein Möglichstes tun, dass wir alle mit dieser Geschichte eine wunderschöne und unvergessliche Zeit haben und das Publikum in den Bann ziehen werden – denn das ist das einzige und wahre Ziel. Wir machen es für das Publikum – für treue und neue Vampirjäger – und für alle, die es noch werden wollen.”

 

Das klingt sehr vielversprechend! Mit Dustin Semmelrogge als Mr. Renfield und Nick Wilder als Stimme des Kapitän der Dementer stehen bereits zwei aus der Cast fest – die übrigens ebenfalls den Fans der Karl-May-Spielen in Bad Segeberg sicherlin in bester Erinnerung sind. Sobald der Vorverkauf startet oder es weitere Neuigkeiten zu “Dracula” gibt, informieren wir Euch natürlich!

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Kevin Drewes

Der bundesweit geschätzte Journalist Kevin Drewes hält Euch mit seinem Fachwissen und der riesigen Expertise täglich über die Geschehnisse in der Musicalwelt auf dem Laufenden.