Weihnachtsstimmung vom ersten Moment an: Schon beim Betreten des First Stage Theaters Hamburg wird man von einer festlichen Atmosphäre empfangen. Das Foyer ist liebevoll und ausgesprochen weihnachtlich geschmückt und stimmt die Gäste auf einen besonderen Theaterabend ein. Mit „Die große Weihnachtsshow 2026“ setzt sich dieser Eindruck auf der Bühne fort. Wir waren bei der Premiere dabei.
Im Mittelpunkt steht eine Weihnachtsfamilie, in der nicht alles so harmonisch ist, wie es zunächst scheint. Besonders die Tochter ist unglücklich und wünscht sich nichts sehnlicher, als selbst ein Spielzeug zu sein. Als sie plötzlich auf Spielzeuggröße schrumpft, beginnt ein außergewöhnliches Abenteuer. Dabei trifft sie auf ihre alten Spielzeugfreunde und entdeckt eine ganz neue Welt. Die Geschichte erinnert stellenweise charmant an „Toy Story“, entwickelt dabei aber ihren ganz eigenen weihnachtlichen Charakter.
Besonders gelungen ist, wie konsequent die musikalischen Nummern in die Handlung eingebunden sind. Die Songs sind nicht einfach einzelne Showeinlagen, sondern erzählen die Geschichte weiter und geben den jeweiligen Momenten ihren eigenen Charakter. Musikalisch erwartet das Publikum eine bunte Mischung aus bekannten Weihnachtstiteln, Musicalklassikern und modernen Songs. Von Miley Cyrus über Ariana Grande und ABBA bis hin zu Titeln aus „Shrek“, „Encanto“ und „The Wiz“ ist für ordentlich Abwechslung gesorgt.
Unter der musikalischen Leitung von Maximilian Käding entsteht ein abwechslungsreicher musikalischer Rahmen, der die Geschichte wunderbar trägt. Auch choreografisch wird einiges geboten: Unterschiedliche Tanzstile und liebevoll gestaltete Gruppennummern sorgen für Bewegung und zusätzliche Dynamik auf der Bühne.
Ein besonderer Gedanke hinter der Produktion ist wie beim First Stage Theater üblich die Förderung des Bühnennachwuchses. Wie Dennis Schulze, Intendant des First Stage Theaters und Schulleiter der Stage School Hamburg, in seinem Vorwort betont, stehen neben dem Theatererlebnis vor allem die jungen Talente im Mittelpunkt. Rund 45 von insgesamt 200 Schülerinnen und Schülern der Stage School Hamburg wirken an der diesjährigen Show mit und bringen ihre in der Ausbildung erarbeiteten Fähigkeiten auf die Bühne. Genau diese Verbindung aus Nachwuchsförderung, Kreativität und gelebter Bühnenleidenschaft macht einen besonderen Teil des First Stage Theaters aus.
Was die Show besonders macht, ist ihre Mischung aus einer nachvollziehbaren Geschichte, humorvollen Momenten und musikalischer Vielfalt. Immer wieder gibt es etwas zu lachen, gleichzeitig gelingt es der Inszenierung, eine warme und festliche Atmosphäre zu schaffen.



